Bienenwachskerzen selber gießen – meine Erfahrungen und Tipps
Aus dem Wachs meiner eigenen Bienen entstehen bei mir schon seit einigen Jahren die unterschiedlichsten Kerzen. Ob klassische Kerzen, kleine Herbstwichtel, Kürbisse oder weihnachtliche Motive – ich probiere immer wieder gerne neue Formen aus.
Dabei habe ich festgestellt: Nicht jede Silikonform funktioniert gleich gut. Manche Kerzen lassen sich wunderbar herauslösen, andere brauchen etwas mehr Geduld.
Hier zeige ich euch, wie ich meine Bienenwachskerzen gieße, welche Tipps sich bei mir bewährt haben und welches Zubehör ich selbst benutze.
Mein Bienenwachs vorbereiten
Bevor ich Kerzen gieße, reinige ich mein selbst gewonnenes Bienenwachs zweimal. Dabei verwende ich unter anderem ein Sieb und einen feinen Damenstrumpf, um möglichst viele Verunreinigungen herauszufiltern.
Die großen Wachsblöcke, die ich in meinen Eimern habe, lege ich für eine Nacht in die Gefriertruhe. Dadurch wird das Wachs spröder und lässt sich anschließend leichter in kleinere Stücke brechen.
So kann ich immer nur die Menge einschmelzen, die ich gerade benötige.
Mein Wachsschmelzer
Früher habe ich mein Wachs im Wasserbad geschmolzen. Inzwischen benutze ich auch einen kleinen elektrischen Wachsschmelzer von Bienslys.
Den habe ich bei Amazon gekauft und bin bisher sehr zufrieden damit. Für meine Kerzengießerei ist er wirklich praktisch.
So gieße ich meine Bienenwachskerzen
Das gereinigte Bienenwachs schmelze ich langsam und vorsichtig.
Währenddessen bereite ich meine Silikonformen vor. Ich ziehe den Docht durch die Form und fixiere ihn mit einem Dochthalter oder einem Holzstäbchen, damit er beim Eingießen möglichst mittig bleibt.
Anschließend gieße ich das flüssige Wachs in die Formen und lasse es vollständig abkühlen und fest werden.
Dann kommt der spannende Teil: das Entformen!

Meine Tipps zum Entformen
Gerade bei aufwendigen Motiven mit vielen kleinen Details kann das Entformen manchmal ziemlich fummelig sein.
Das hat sich bei mir bewährt:
- Gut abkühlen lassen: Die Kerze sollte vollständig fest und ausreichend abgekühlt sein, bevor sie aus der Form kommt.
- Das Silikon von der Kerze abziehen: Nicht versuchen, die Kerze einfach herauszuziehen. Ich löse das Silikon vorsichtig Stück für Stück von der Kerze und stülpe es, soweit die Form es zulässt, langsam zurück.
- Bei kleinen Details besonders vorsichtig sein: Nasen, Mützen, Äste und andere feine Stellen können leicht abbrechen. Hier lieber langsam arbeiten und das Silikon rundherum lösen.
- Nicht mit Gewalt ziehen: Wenn sich die Kerze nicht lösen möchte, noch einmal schauen, an welcher Stelle das Silikon festhängt.
Manchmal verwende ich auch etwas Silikonspray als Trennmittel. Allerdings versuche ich, möglichst darauf zu verzichten, weil ich meine Kerzen gerne so naturbelassen wie möglich herstellen möchte. Falls ein Trennmittel nötig ist, sollte es ausdrücklich für die Verwendung mit Kerzenformen geeignet sein.
Und manchmal gehört eben auch ein bisschen Geduld dazu. Nicht jede Kerze kommt beim ersten Versuch perfekt aus ihrer Form.
Meine liebsten Silikonformen
Im Laufe der Zeit habe ich schon einige Kerzenformen ausprobiert. Besonders gerne gieße ich saisonale Motive.
Allerdings empfehle ich nicht einfach jede Form, die hübsch aussieht. Ich möchte euch hier nur die Formen zeigen, die ich tatsächlich selbst verwendet habe und mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe.
🍂 Herbstliche Kerzenformen
Im Herbst dürfen bei mir Kürbisse, Wichtel und andere herbstliche Motive nicht fehlen.
🎄 Weihnachtliche Kerzenformen
Auch zu Weihnachten gieße ich gerne Kerzen. Besonders schön finde ich die detailreichen Wichtel und kleinen Häuschen.

Immer wieder neue Kerzen
Ich probiere regelmäßig neue Silikonformen aus. Manche begeistern mich sofort, andere überzeugen mich weniger.
Wenn ich eine neue Form getestet habe und gute Erfahrungen damit mache, ergänze ich meine Empfehlungen hier.
Denn am schönsten finde ich es, wenn aus dem eigenen Bienenwachs kleine Kunstwerke entstehen, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch ein Stück meiner Imkerei widerspiegeln.
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